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Business Model Innovation

Business Model Innovation

Das Jahr 2020 und 2021 hat einige Spuren im Bereich der Unternehmen hinterlassen. Es gab Insolvenzen, Konzerne die sich durch die Krise gesundgestoßen haben und Neugründungen. Je nachdem wie ein Unternehmen in Sachen Krisenmanagement aufgestellt war, wurde agiert, was über den weiteren Erfolg entschied. Manche Unternehmen machten gezielte Aktionen, manche strukturierten innerhalb der vier Mauern um und einige wenige Konzerne änderten ihr ganzes Business Modell.

Sollten Business Modelle nicht Krisensicher sein

Ja, aber nein. Business Modelle sind einer der Träger eines Unternehmens und sollten Krisensicher gemacht werden, aber das Problem mit Krisen ist es, dass sie das Verhalten von Konsumenten nachhaltig ändern. An der Coronakrise hat man einen eklatanten Schnitt an typischen Verhaltensweisen gesehen. Die Abstände wurden größer, Face to Face Meetings wurde weniger, Social Distance wurde geprägt, die Liquidität wurde knapper, heimische Produkte bekamen oft den Vorzug. Änderung der Verhaltensweisen entstanden. Hier gibt es drei signifikante Änderungen, die auch große Auswirkung auf das Kaufverhalten haben.

1. Nachhaltige Änderungen des Verhaltens

Das sind Änderungen, die nach einer Krise wieder zurückkehren, wo es aber trotzdem Änderungen innerhalb des Verhaltens geben kann. Hier kann man das Reisen als Beispiel nennen. In der Coronazeit wurde das Reisen rechtlich stark eingeschränkt oder war durch die Schließung von Hotels und Restaurants gar nicht möglich. Dass nach der Krise kein Mensch mehr auf Reisen geht, ist sehr unwahrscheinlich. Daher wird es keine langfristige Änderung des Verhaltens geben. Vielleicht werden mehrere Personen andere Länder bevorzugen als vor der Krise oder man wird kürzere oder längere Trips planen oder man meidet überfüllte Restaurants. Hier gibt es viele Möglichkeiten, welche Änderung des Reiseverhaltens eintreten können. Aber das wird die Zeit zeigen.

2. Transformierte Änderungen des Verhaltens

Diese Verhaltensänderungen werden nach der Krise auch wieder in den Urzustand zurückkehren, aber mit eklatanten Änderungen im Verhalten selbst. Um beim Beispiel des Reisens selbst zu bleiben. Viele Menschen werden im letzten Jahr sich oft mit Reiseveranstalter und Fluggesellschaften gestritten haben, da Reisen storniert oder abgeändert werden mussten. Daraus ergeben sich neue Verhaltensweisen, dass viele Reisende nun auch die AGBs genauer lesen und ein paar mehr Euro ausgeben werden, um nicht bei einer stornierten Buchung dann erhebliche Einschnitte in der Rückzahlung hinnehmen zu müssen.

3. Kollabierte Änderung des Verhaltens

Das sind Verhaltensweisen, die nach einer Krise nie mehr zum Urzustand zurückkehren werden oder sich derart ändern, dass es mit dem ursprünglichen Verhalten nichts mehr gemeinsam hat. Hier kann man als Beispiel den Terroranschlag von 9/11 heranziehen. Nach dem Anschlag wurden etwaige Sicherheitsmaßnahmen in allen Flughäfen weltweit verstärkt. Das hatte zur Folge, dass man auch keine Getränke in Flaschen, Bechern etc. durch den Sicherheitscheck führen durfte. Durch die Änderung der Verhaltensweise, verlagerte sich natürlich der Verkauf der Getränke, da keine Getränke mitgenommen wurden durften.

Aber was hat das nun mit den Business-Modellen zu tun?

Business Modelle haben, egal ob Krise oder nicht, irgendwann ein Ablaufdatum. Durch Krisen können solche Änderungen oftmals schneller gehen, da es immer eine kollektive Änderung des Verhaltens ist und diese stärker wahrgenommen werden. Gerade, wenn es um das Vermögen geht, sind Menschen sehr sensibel. Wenn nun hypothetisch Eure Kunden weniger Geld zur Verfügung haben aufgrund einer Krise, wird natürlich als Erstes das Ausgabeverhalten geprüft. Gerade die letzten Jahre hat es einen drastischen Zuwachs an Abomodellen gegeben. Man abonnierte Zeitschriften, Streamingdienste, Software etc. Durch eine negative Vermögensänderung, kann es passieren, dass Kunden irgendwann diese monatlichen Zahlungen nicht einfach so mehr hinnehmen. Sie werden sich fragen, wo ihr hart verdientes Geld monatlich hingeht, wenn sie sich keine materiellen Güter mehr kaufen. Und dann kommt der Zeitpunkt, wo Kunden die unnötigen Abos wieder kündigen. Statt drei Streamingdienste gibt es nur noch einen. Zeitschriften, die ohnedies nicht gelesen werden, werden abbestellt und Online-Dienste, die ab und zu benutzt werden, werden gekündigt.
Und genau da ist der Zeitpunkt gekommen, wo das Business Model scheitert. Um ein Scheitern seines Business Modell zu verhindern, sollte man es immer wieder evaluieren und sich fragen wie zeitgemäß es noch ist und auch ob es kurz- und langfristig Zukunft hat. Ein geeignetes Business Modell zu finden ist ein intensiver Prozess mit vielen Hochs und Tiefs und sollte daher durchdacht sein.

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