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Unicorns, KPIs und Seed – StartUp Begriffe!

In jedem Fachbereich kommen einem irgendwann einmal Begriffe unter, die man immer wieder hört, die man aber gerade am Anfang nicht versteht. So ist es auch im Bereich Start-ups. Im Grunde sind es immer dieselben Begriffe und Terms, aber nichts ist peinlicher, wenn man einen Pitch bei einem Investor hat oder sein Start-up vorstellt und man versteht die Hälfte nicht, was der Gegenüber sagt. Daher zeigen wir euch in diesem Artikel die zehn häufigsten Begriffe, die man als Start-up unbedingt kennen muss.

Pitch Deck

Ihr habt den Begriff sicher schon einmal gehört, beziehungsweise sollten die meisten Leser wissen, was ein Pitch Deck ist. Für alle, die es heute das erste Mal hören, es ist eine Präsentation und Unternehmenszusammenfassung. Es zeigt euer Start-up, die Struktur, wer in eurem Gründerteam ist, was euer Produkt wird, welche Probleme es lösen soll, wer eure Zielgruppe ist und was euer Business Model ist. Ein Pitch Deck ist ein unverzichtbares Tool, das jedes Start-up haben sollte.

Agile

Agile ist ein wenig zum Modewort geworden, im Bereich der Start-ups. Mittlerweile ist alles „Agile“. Angefangen vom Projektmanagement, über die Personal- und Führungskultur bis hin zur Softwareentwicklung. Auch wenn jede dieser (Agilen) Disziplinen einen anderen Bereich beschreiben, haben sie alle diesen einen Begriff gemeinsam. Agile heißt nichts anderes als flexibel und beweglich. Es beschreibt die Fähigkeit proaktiv zu handeln und die Rahmenbedingungen in diversen Unternehmensfeldern zu ändern, bzw. sich wandelnden Gegebenheiten anzupassen. Als “Best Practice” Beispiel können wir die Hilti AG hernehmen. Die Hersteller von Werkzeug arbeiten schon seit Jahren agile. Sie haben sich der Marktsituation angepasst und entwickeln nun mit Kunden zusammen neue Ideen für die Verbesserung ihrer Maschinen. Auch Daimler setzt komplett auf agiles Management. Diese Methoden erstrecken sich von Verflachung der Betriebshierarchie bis hin zum Mensch- und Kundenzentrierten Design Thinking Ansatz erstrecken sich agile Methoden über viele Bereiche, wenn man sie Unternehmensweit einsetzt.

Lean

Lean Management wurde irgendwann zu einem Grundpfeiler der Start-up Branche. Der Sinn von Lean Management, ist die Prozessoptimierung der Wertschöpfungskette eines Unternehmens. Sinn dieser Methode ist die Kostenoptimierung einerseits und andererseits ist es mit dieser Methode möglich seine Produkte so schnell wie möglich am Markt zu testen. Der Lean Ansatz ist das genaue Gegenteil einer traditionellen Entwicklung eines Unternehmens. Beim Lean Management wird ein Produkt mit seinen Kernfunktionen auf den Markt gebracht und der Rest wird nach und nach rundherum aufgebaut. Wie Agile ist Lean Management nicht nur auf das Produkt beschränkt, sondern erstreckt sich über das ganze Unternehmen. Intern und extern.

Business Model Canvas

Business Models oder Geschäftsmodelle sind essenzieller Bestandteil ein es jeden Unternehmens und tragen einen erheblichen Teil zum Erfolg eines Unternehmens bei. Das Business Model Canvas wurde von Alexander Osterwalder das erste Mal geprägt und erfreut sich seit diesem Zeitpunkt großer Beliebtheit. Das BMC besteht aus einem Blatt Papier, wo die neun wichtigsten Schlüsselfunktionen eines Produktes/Services beschreiben werden. Angefangen von Kundensegment, über Schlüsselressourcen bis hin zur Kostenstruktur. Ohne das Canvas in seinem Pitch Deck zu haben, braucht man seine Idee nicht einmal präsentieren, da es gang und gäbe ist in der Start-up Branche.

Growth Hacking

Den Begriff Growth Hacking gibt es noch nicht sehr lange, umso schneller wurde er der Inbegriff einer neuen Marketingdisziplin. Growth Hacks sind programmierte Hacks in einer Applikation oder Software, die dazu dienen, dass ein Unternehmen schnell wächst. Zu Abstrakt? Als Beispiel nehmen wir PayPal. Damit Paypal schnell wuchs, schenken die Gründer jedem Neukunden einfach einmal $10.-, um schnell bekannt zu werden. Oder Dropbox schenkte Speicherplatz her, wenn man sie weiterempfohlen hat. Auch Hotmail war ein Pionier beim Growth Hacking. Sie integrierten nach dem Sender, als Fußzeile eine kleine Botschaft, um schnell bekannt zu werden. Growth Hacking ist eine sehr effiziente Maßnahme, um zu wachsen. Das einzige Problem dabei ist, dass man sehr gute Idee dafür braucht und von wahrscheinlich 300 Versuchen meisten nur einer klappt.

Seed

Die Seed Phase ist die erste Phase eines Unternehmens. In der Seed Phase entstehen langsam ein Geschäftsmodell und Finanzierungen werden abgeschlossen. Auch diverse Forschungsaktivitäten und die Produktentwicklung sind Inhalt der Seed Phase. Die Phase endet überwiegend mit dem erfolgreich hergestellten Produkt oder Prototyp und dem wirtschaftlichen Eintritt in den Markt.

KPI

KPI ist die Abkürzung für Key Performance Indikator und bezeichnet Kennzahlen, mit den die Leistung für Unternehmensaktivitäten gemessen werden. Man kann Unternehmenstätigkeiten mit gewissen Unternehmenskennzahlen versehen, um sie später analysieren zu können. Die KPIs variieren von Unternehmen zu Unternehmen. Größtenteils werden die Kennzahlen in Analytic Programmen gemessen. Das bekannteste Tool ist Google Analystics. Wenn man z. B. Content-Marketing als Methode einführt, könnten KPIs Verweildauer, Social Shares, Newsletteranmeldungen, Absprungrate und Websitetraffic sein. Eine Messung der KPIs gibt super Insights in die Customer Journey.

Crowdfunding/Crowdinvesting

Crowdfunding und Crowdinvesting wird fälschlicherweise oft als eine Finanzierungsform verwendet. Das ist aber so leider nicht ganz richtig. Bei Crowdfunding können natürliche Personen Start-ups fördern, indem sie diese vor dem Markteintritt unterstützen. Als Start-up setzt man ein Finanzierungsziel, welches erreicht werden muss, um den Markteintritt zu schaffen. Dieses Finanzierungsziel ist zeitlich begrenzt. Meistens haben die Käufer mehrere Möglichkeiten, das Unternehmen zu unterstützen. Angefangen von kleinen Spenden bis zum Kauf von eins, zwei oder zehn Produkten. Diese Beträge werden dem Finanzierungsziel gutgeschrieben. Was das Start-up dem Ziel näher bringt. Sollte das Ziel erreicht werden, ist die Kampagne erfolgreich. Das Start-up kann die Finanzierung für die Produktentwicklung und zum Ausbau des Unternehmens verwenden und die Kunden erhalten die gekauften Produkte innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums. Wenn das Finanzierungsziel nicht erreicht wurde, ist das Start-up (in dieser Form) gescheitert und die Käufer erhalten ihre Finanzierung zurück. Crowdfunding hat Vorteile und leider auch ein paar Nachteile. Die Vorteile sind, dass man sein Produkt an einem realen Markt testen kann und man sofort eine Nachfrage sieht. Die Nachteile sind, dass man auf solchen Plattformen, aufgrund der vielen Unternehmen und Produkten, oft in der Masse untergeht. Ein weiterer Nachteil ist, dass man auf Crowdfunding Plattformen meist nur das Produkt anbietet und oft zu Preisen unter dem offiziellen Preis, den man am realen Markt verlangen wird. Early Bird, Super Early Bird usw. Dadurch verlang man weniger Geld als am realen Markt. Viele Kunden suchen genau aufgrund dieser „verbilligten“ Variante nach solchen Produkten. Was die Perspektive der realen Zielgruppe etwas relativiert. Beim Crowdinvesting werden Start-ups in mehreren Phasen mit Geld finanziert. Die Finanzierung wird in Form einer stillen Beteiligung, als Genussrecht oder als Darlehen behandelt. Daraus ergibt sich in weiterer Folge eine Schuld für das Start-up. Entweder müssen sie das Geld zurückzahlen oder die Menge an Investoren wird am Start-up beteiligt.

Exit

Der Exit ist der Verkauf des Start-ups zu einem bestimmten Zeitpunkt durch die Gründer. Manchmal wird ein Exit schon von Anfang an angestrebt. Nach dem Verkauf arbeiten die Jungunternehmer oft auch noch eine Zeit lang im Unternehmen mit. Gekauft werden die Start-ups dann in Folge oft von Mitbewerbern oder größeren Konzernen. Eine Exitstrategie ist sehr wichtig und muss unbedingt gut geregelt sein, da es bei schlechter Vorbereitung sehr nachteilig für die Gründer ausgehen kann.

CAC

CAC bedeute Customer Acquisition Cost. Das sind die Kosten einer Neukundenakquise. Gerade am Anfang ist es nicht leicht, neue Kunden zu akquirieren. Für die Berechnung gilt die Formel: CAC= (Marketing-Kosten pro Periode)/Neukunden. Dadurch ergibt sich ein Wert, der zeigt, inwieweit die Kosten rentabel berechnet wurden. Ist der CAC sehr hoch, wird zu viel Geld ausgegeben pro Neukunde.

Unicorn

Auch wenn es die Top Ten Begriffe sind, schenken wir euch noch einen extra Begriff. Das Unicorn. Das sind die Start-ups, die eine Bewertung (durch Exit, Börsengang oder Unternehmensbewertung) von über einer Milliarde US-Dollar erhalten haben. Unicorns sind schon sehr selten zu finden, doch es gibt noch besser bewertete Start-ups. Nach dem Unicorn gibt es noch die Dragons und als letzte Steigerung die Decacorns. Decacorns haben einen Unternehmenswert von über 10 Milliarden Dollar und müssen jünger als zehn Jahre alt sein. Ein sehr prominentes Beispiel waren Uber und Airbnb.

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