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Fünf Irrtümer, denen jedes Start-up unterliegt!

Wenn man Filme gesehen hat, wie the Social Network, Steve Jobs und The Flunder ist man schnell einmal geflasht wie einfach es zu scheint, ein Unternehmen aufzubauen und es bis zum Großunternehmen zu skalieren. Auch in den sozialen Medien wird gerne suggeriert, wie viel Geld man als Unternehmer verdient und wie leicht es ist den Sprung vom 9 to 5 Job zum erfolgreichen Entrepreneur zu schaffen. Mittelmäßige Coaches, die in mit einem Mercedes G durch Dubai brettern und ihre Kontoauszüge auf YouTube zeigen, machen die Sache leider noch realitätsfremder. Ein Start-up aufzubauen ist kein Zuckerschlecken. Es ist kein schnelles Geld und Kunden stehen auch nicht vom ersten Tag Schlange um euer Produkt zu kaufen. Wir wollen hier niemanden demotivieren. Ein Start-up aufbauen ist eine tolle Erfahrung und kann sich langfristig wirklich auszahlen. Man kann ein Start-up auch zu einem Großunternehmen hochskalieren, aber es Arbeit. Harte Arbeit. Die können wir euch auch als spezialisierte Agentur bedauerlicherweise nicht abnehmen, aber wir zeigen euch zumindest fünf Irrtümer, denen viele Neugründer und Start-ups immer wieder unterliegen. 

Ohne Geld gründen

Viele Gründer sind immer wieder überrascht von den Koste, die im Zuge einer Gründung auf sie zukommen. Natürlich ist es sehr stark abhängig, um was für ein Produkt es sich handelt. Wenn man ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietet, wo man selbst Experte ist, kann man die Produktionskosten zwar recht gut einschätzen. Aber das Produkt muss ja auch verkauft werden und dazu benötigt man einige Dinge mehr als nur ein Produkt. Egal ob Rechtsberatungskosten, Marketingkosten, Honorare für Agenturen oder Kosten für einen Programmierer, wenn man z. B. eine Applikation macht. Hier ist die Überraschung oft groß, wenn die ersten Kostenvoranschläge oder Rechnungen kommen. Zwar kann man sein Start Up zu gewissen Teilen fremdfinanzieren lassen, jedoch ist das auch oft leicht gesagt als getan. Denn Investoren oder Förderung werden einem auch nicht immer nachgeworfen, wenn man seine Ideen pitcht. Die Liquidität ist oft ein Grund, warum Start Ups scheitern. Daher immer sparsam sein und vielleicht auch einmal daran denken andere Dienstleister am Unternehmen zu beteiligen, statt zu hart auf seinen Anteilen zu sitzen. Denn 100 % Anteile von einem Unternehmen, dass €0.- wert ist sind trotzdem leider €0.- wert.

Sofort reich

Gerade auf Instagram und YouTube wird oft eine Welt gezeigt, die in der Realität so leichter nicht stattfindet. Rolex und Luxusautos wohin das Auge reicht. Getragen und gefahren von erfolgreichen Unternehmer. Offensichtlich war es noch nie so leicht Geld zu verdienen. Zwar ist das bis zu einem gewissen Punkt richtig, da die Digitalisierung viele neue Möglichkeiten gebracht hat. Aber nur weil man gerade gründet, sollte man sich nicht gleich auf die Warteliste des nächsten Lamborghini Händlers setzten lassen. Denn der Weg kann oft beschwerlicher sein, als das junge Start Up glaubt. Es gibt einen Grund, dass das Finanzamt die ersten fünf Jahre so gnädig mit neuen Unternehmen ist. Der Grund ist, dass man als neues Start Up in den ersten Jahren kaum positive Zahlen vorzuzeigen hat. Natürlich ist das sehr stark abhängig vom Unternehmer und vom Produkt, aber generell sollte man sich gerade am Anfang auf eine längere Durststrecke einstellen. Irgendwann kommt die Zeit jedes Entrepreneurs.

Ein paar Facebook Ads ersetzten Social Media

Wenn man auf Facebook, Instagram oder anderen Social Media Kanälen unterwegs ist, scheint gefühlt jeder dritter Post Werbung zu sein. Und gerade wenn man viel über sein Produkt recherchiert, werden die Posts auch spezifischer auf euer Business zugeschnitten. Das ist der Algorithmus von Facebook. Vereinfacht kann man sagen, dass ihr Themen zugespielt bekommt, die euch gerade beschäftigen und die ihr im Internet nachlest. So funktioniert Online-Marketing in den Grundzügen. Da bekommt man natürlich schnell das Gefühl, dass diese Post allgegenwärtig sind und dass Kunden irgendwann sicher darauf reagieren werden. Aber so funktioniert Social Media leider nicht. Facebook und Co. sind nicht nur als riesengroße Werbefläche gedacht. Social Media Marketing hat definitiv seine Berechtigung, aber große Marken nutzen diese Kanäle auch für den Zweck, für den sie ursprünglich gedacht sind. Als Kommunikationswerkzeug und als Plattform um Kundenbindungen zu schaffen. Wenn ihr die Plattform nur nutzt, um euer Produkt zu promoten, werden Kunden keine Beziehung zu eurem Unternehmen aufbauen. Es kann sein, dass ihr ab und an einen Lucky Punch landet und jemand einen Spontankauf tätigt, aber um wirklich erfolgreich Vertrauen aufzubauen, braucht es mehr als ab und ein Ad oder einen Post, wie toll euer Produkt ist. Und Social Media hat nur einen Mehrwert für euch, wenn ihr einen Mehrwert für eure potenziellen Kunden schafft.

Der Unternehmer kennt seine Zielgruppen

Fatalerweise ist das ein Irrtum, dem sogar viele Marketingspezialisten unterliegen. Ohne eine vernünftige Zielgruppensegmentierung, Analysen und Marktforschung ist das Bestimmen von einer Zielgruppe immer eine Vermutung. Es war noch nie leichter eine Zielgruppe zu segmentieren wie heute. Durch Tools wie Facebook Insights, Google Analytics, SurveyMonkey und Statista kann man bequem Personas erstellen und sich so seine optimalen Kunden bauen und diese dann auf eine Gruppe runterbrechen. Denn wenn man viele Unternehmer fragt, was deren Zielgruppe ist, bekommt man meist z. B. die Antwort: „Frauen zwischen 35 und 65“ oder „Männer ab 45 Jahren”. Das ist keine Zielgruppe, das ist eine Altersangabe. Eine richtige Zielgruppe hat einen Wohnort, ist ledig oder verheiratet, hat Kinder und/oder Haustiere, sie hat ein genaues Jahreseinkommen, liebt Kunst oder fährt zweimal im Jahr nach Italien oder Kroatien und organisiert freiwillig dreimal im Jahr Charity Events. Umso detaillierter umso besser. Erstens kennt ihr eure Zielgruppe genau und zweitens könnt ihr eure Parameter im Online-Marketing so viel detaillierter bestimmen und verhindert so einen Streuverlust eures Marketingbudgets.

Mein weiß schon alles in seinem Business

Eines für uns unverständlichsten ist die Tatsache, dass man nach einer gewissen Zeit mit seiner Weiterbildung aufhört. Man brennt für eine neue Sache und liest gefühlt ständig über neue Dinge nach. So ist es dann größtenteils auch im Bereich von Entrepreneurship. Doch ab einem gewissen Zeitpunkt hört man auf damit. Einerseits fehlt die Zeit, anderseits glaubt man, dass man eh schon alles weiß. Aber man weiß nie alles. Und es gibt so viele spannende Kurse, Workshops, Gespräche mit Mentoren, Whitepapers, Artikel und Bücher da draußen. Nutzt sie. Auch wenn ihr euch nur eine Stunde oder wenigstens eine halbe Stunde am Tag mit neuen Dingen beschäftigt und euch weiterbildet, reicht das schon. Investiert in euch selbst und es wird sich für euch auszahlen. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Also keep learning.

Das waren fünf Situationen, die wahrscheinlich jeder Unternehmer und Neugründer einmal durchmachen wird. Jetzt wo ihr es wisst, seid ihr zumindest schon einmal vorbereitet und wisst solchen Irrtümern auszuweichen bzw. sie zu umgehen. Also macht nicht die gleichen Fehler, wie viele andere Unternehmer.

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