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„Millennial Pause“ und das digitale Aussterben einer Generation!

Was ist die „Millennial Pause“ und was bedeutet das für die Zukunft von Social Media?

Der Begriff der Millennial Pause ist sehr neu und wurde das erste Mal von der Journalistin Kate Lindsay geprägt. Sie erkannte anhand von Videos auf Social Media einen Indikator, in dem man den Unterschied zwischen einer Person aus der Gen Y (Millennials) und einer Person aus der Gen Z erkennt. 

Es ist die eine Sekunde Pause am Anfang des Videos. Bei Millennials existiert diese Sekunde, bei der Generation Z, die die ersten wirklichen digital Natives sind, existiert diese Sekunde nicht. Der Grund dieser Sekunde ist, dass Millennials diese Sekunde immer benötigen, um zu sehen, ob das Video auch aufnimmt. Das geht auch ein Stück weit auf klassische Aufnahmegeräte zurück, bevor das Smartphone diese Rolle übernahm. Außerdem konnte der Cutter (der im Normalfall Filme schneidet) besser den Start des Videos abgrenzen. 

Aber was heißt das nun für Millennials und die Gen Z?

Mehrere TikToker, Instagram-Reels, Content Creators und YouTuber sehen darin ein Heraus altern einer Generation. So werden viele Stimmen laut, die aufzeigen wollen, dass Menschen eine neue Technologie nicht mehr verstehen und auch die Mitglieder, die sich auf dieser Plattform befinden. Das mag auch zu einem gewissen Maß stimmen. Denn nichts ist lächerlicher, als verstaubte Unternehmen, die weder Social Media noch jüngere Generationen verstehen – aber so tun, als würden sie sie verstehen und dementsprechend peinlichen Content hinaushauen. Aber dazu braucht es kein Social Media oder die Millennial Pause. Das war schon vorher so.

Auch vor Social Media, taten sich ältere Generationen schwer, neue Medien gleich schnell für sich zu nutzen, wie jüngere Generationen. Das hat nichts mit der Technologie zu tun.

Selbst heute, sehen viele Handwerksbetriebe und Dienstleister rund ums Haus keinen Mehrwert in Social Media, Online-Marketing oder selbst einer einfachen Webseite. Und man kann ihnen nicht einmal böse sein. Denn sie befassen sich auch nicht damit, weil sie es nicht wollen oder weil sie es nicht können.

Seit Zukunftsforscher und Leadership Experten, Generationen so sehr separieren, dass der ganze Arbeitsmarkt mittlerweile davon redet, als würden sich zwei verschiedene Charaktere bewerben, geht es anscheinend in eine tendenziell falsche Richtung. Denn damals hieß es immer, dass die Jugend nicht mehr arbeiten will (ja, Menschen denken gerne in Schwarz und Weiß) – doch nun ist es eine bestimmte Altersstruktur, eine ganze Generation. Das heißt, es gibt eine Manifestation auf bestimmte Personen. 

Gerade für Unternehmen sehen wir hier, eine beunruhigende Entwicklung. Denn wenn Unternehmern und Mitarbeitern immer weiter suggeriert wird, dass klassische Unternehmen den Arbeitsmarkt nicht mehr verstehen (gerade im Handwerksbereich ist das Tatsache), dann werden auch Arbeitnehmer sich subjektiv dieser Meinung anschließen. Das führt dazu, dass Bewerber sich als zukünftigen Arbeitsplatz Unternehmen suchen, an dem sie vermuten, dass die Gen Z verstanden wird. 

Was ja auch nachvollziehbar ist. Man sucht immer Partner und Freunde nach diesem Prinzip. Man sucht Menschen, die einen verstehen und die gleichen Ansichten teilen. Warum soll es anders sein, wenn man einen neuen Arbeitsplatz für sich auswählt!

Somit ist auch die Millennial Pause „nur“ ein weiterer Indikator für zwei Generationen, die sich durch einige Ansichten und Verhaltensweisen unterscheiden. Die Herausforderung in Zukunft wird eher sein, diese zwei Generationsgruppen nicht zu sehr zu spalten. Denn die Leidtragenden sind in diesem Fall die, die solche Dinge nicht verstehen. In diesem Fall Klein- und Mittelbetriebe, die nur sehen, dass Mitarbeiter gehen, keine neuen Mitarbeiter nachkommen und daher auf den Schluss kommen, dass eine gesamte Generation Z nicht mehr arbeiten will. Was faktisch einfach nicht richtig ist. 

Es gibt perspektivisch andere Ansichten aufgrund von sozioökonomischen Änderungen, aber Mitarbeiter sind keine Dinosaurier, die einfach aussterben. Sie müssen nur anders gesucht und an ein Unternehmen „gebunden“ werden. Und das geht letztendlich nur über Branding. Branding in Form von Employer Branding, Employee Branding und klassischem Unternehmensbranding.

Nicht umsonst heißt es, wenn du erfolgreich sein willst, für das aktuelle Jahr – mach Sales!

Willst du erfolgreich sein für die nächsten fünf Jahre – mach Marketing!

Willst du erfolgreich sein für die nächsten Dekaden – dann mach Branding und entwickle dich zur Marke!

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