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Die 6 Phasen eines Start-Ups

Start Up – Das Phasenmodel

Wen man Kinder beim größer werden beobachtet, sieht man, dass sich die ganze Entwicklung in mehrere Phasen einteilt. Es gibt die Autonomiephase, die Trotzphase, die Bewegungsphase, usw. Bei einem Unternehmen und vor allem neu gegründeten Start Up verhält es sich ähnlich wie bei einem Kind. Die Zeit und notwendigen Schritte und Entwicklungen werden in diverse Phasen eingeteilt. Gerade bei Start Ups macht es oft Sinn, die verschieden Schritte zu strukturieren, da man so den Status Quo herausfinden kann, um die nächsten Schritte zu planen. Aber dazu später mehr. Im Lebenszyklus eines Start Ups gibt es im Normalfall sechs Phasen, die oft durch die jeweilige Finanzierung geprägt wird.

Phase 1 – Die Orientierunsphase oder Pre-Seed

Die Pre-Seed Phase findet meist in den ersten drei Monaten statt, kann aber je nach zeitlichen Aufwand auch kürzer oder länger dauern. Charakteristisch für die erste Phase ist das Prüfen der Idee auf Realisierbarkeit. Der Gründer hat eine Idee und prüft, ob diese Idee umsetzbar ist, hat die Idee das Potenzial am Markt zu bestehen, kaufen Kunden das Produkt, wer ist meine Zielgruppe, usw. Oft testen Neugründer die Idee auch schon im internen Umfeld. Freunde und Verwandte werden gefragt – und wenn der Gründer eine positive Resonanz bekommt, wird das erste Grobkonzept erstellt.

Phase 2 – Die Planungsphase oder Seed

In der zweiten Phase wird die Planung schon konkreter und die ersten Ideen nehmen langsam Gestalt an. Diese Phase findet oft im Zeitraum zwischen dem 4. bis zum 12. Monat statt. Hängt aber wieder stark davon ab, wie sehr der Gründer sein Projekt vorantreibt. Im Mittelpunkt dieser Phase befinden sich die Erstellung eines Pitch-Deck,  mit dem dazugehörigen Business Plan, das Proof of Concept, der daraus resultierende Prototyp usw. In dieser Phase werden auch oft Marktanalysen in Auftrag gegeben, um die Durchsetzbarkeit am Markt zu prüfen. In dieser Phase werden auch die ersten Förderungsanträge gestellt und Investoren gesucht. 

Ebenso wird auch das Unternehmen um das Produkt konkreter. Gewerbe werden angemeldet und Rechtsformen für das Unternehmen beschlossen. Viele Unternehmen unterschätzen diese Phase, da sie für Gründer oft eine Doppelbelastung bedeutet. Zwar kann man sein Unternehmen auch im Nachhinein gründen, das empfehlen wir aber nicht unbedingt. Gerade wenn es um Finanzmittel geht, kann es oft unnötig kompliziert oder stressig werden, wenn dann doch eine gewisse Rechtsform notwendig ist.  

Phase 3 – Gründungsphase oder Start Up

Die rechtsgültige Gründung des Unternehmens sollte nun abgeschlossen sein, das Produkt oder zumindest der Prototyp ist fertiggestellt und der Markteintritt ist zum Greifen nahe. Auch in dieser Phase können/sollten, um neue Förderungen angesucht werden, um immer liquide zu bleiben. In dieser Phase werden oft Vertriebswege definiert und die ersten zahlenden Kunden finden hoffentlich den Weg zu euch. Die Gründungsphase dauert meist in etwa ein Jahr. Viele der Start Ups scheitern in dieser Phase, da euer Produkt wahrscheinlich im Verhältnis zu den Unternehmenskosten noch zu wenig Gewinn macht. Wenn ihr diese Phase gut übersteht, seid ihr auf einem guten Weg ein erfolgreiches Start Up zu werden. 

Phase 4 – Die Aufbauphase oder First Stage

Nach der Gründungsphase beginnt die Aufbauphase. Diese dauert in der Regel bis zum  dritten Jahr. Das Feedback des Marktes trifft indessen voll das Unternehmen. Die Folge: es gibt Produkt- und strategische Änderungen im Start Up. Mitgründer steigen aus, die Anteile verschieben sich und Mitarbeiter werden aufgenommen. Hier wird die wahre Qualität der Unternehmensführungsexpertise abverlangt. Denn in dieser Phase tauchen mehr und mehr Herausforderungen auf, welche die Gründer bewältigen müssen. Viele davon haben weniger mit den Produkten zu tun, sondern mehr mit der Struktur des Start Ups.

Phase 5 – Die Wachstumsphase oder Second Stage

Im dritten oder vierten Jahr wird meist die Gewinnphase erreicht. Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt und das Rot am Ende des Monats ändert seine Farbe in Grün. Auch in dieser Phase sind Änderungen im Management nicht selten. Gerade Mitgründer, die mehre Unternehmen aufgebaut haben suchen hier den Exit, um sich neuen Produkten zu widmen. 

Phase 6 – Die Reifephase oder Third Stage

Ab dem sechsten Jahr sollte euer Unternehmen schon gut entwickelt sein und ihr solltet neue Märkte betreten. Kooperationen, Käufe von anderen Start Ups und Exit Strategien rücken mehr und mehr in den Fokus und werden zu eurem Daily Business. Die Growthphase sollte abgeschlossen sein und ihr müsstet ein florierendes Unternehmen haben, wo es keine Unternehmens bedrohenden Ups und Down gibt. (im Normalfall natürlich)

Jede dieser Entwicklungsphasen hat seine eigenen Herausforderungen und Chancen. Eines sollte man jedoch in jeder dieser Phasen im Auge behalten. Die Liquidität. In jeder dieser Phasen sollte das Unternehmen liquide sein, um die nächste Phase erreichen zu können.

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