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Was macht ein CEO anders als ein Founder? Titel und die Unterschiede.

Seit LinkedIn und XING ist es en Vogue sich mit diversen Titel zu schmücken. Ist ja auch verständlich. CEO klingt besser als Geschäftsführer und Founder macht mehr her als Gründer. Aber sind diese Titel nur ein Zeichen der Zeit und der Globalisierung oder ist es einfach nur eine Art Namedropping? Das ist wahrscheinlich eine Frage, die hier auch nicht geklärt werden kann. Wichtig ist eigentlich nur, was diese Titel bedeuten und was sie auf Portalen wie LinkedIn aussagen und für einen Eindruck machen. Wir geben hier einen kurzen Überblick über die häufigsten Titeln und welche Titulierungen für welche Phase in der Unternehmensgründung am passendsten ist.

Founder

Ein Founder ist vor allem im Bereich der Start Up Branche ein gern verwendeter Titel. Wenn ein neues Unternehmen gegründet wurde, kann das auch einmal alleine passieren. Als CEO und Geschäftsführer ist es im Normalfall notwendig, dass man anzuweisende Mitarbeiter hat. Wenn man jedoch keine Mitstreiter im neuen Unternehmen hat, kann man kaum jemanden Weisungen geben. Hier sollte man wahrscheinlich auch auf den beruflichen Portalen die Kirche im Dorf lassen. Manchmal muss man größer wirken als man wirklich ist. Jedoch nicht auf Kosten der Glaubwürdigkeit. Und es wirkt unglaubwürdig, wenn man hier zu hoch ansetzt und sich als CEO eines riesigen Unternehmens ausgibt, für ein gerade gegründetes Unternehmen, wo gerade einmal ein Gründer eine Idee entwickelt hat. Der Titel Founder hat vor allem im Bereich „innovative Start Ups“ ein eindrucksvolleres Image als CEO oder Geschäftsführer.

Co-Founder

Dieser Titel macht Sinn, wenn es mehr als einen Gründer gibt. Man kann natürlich auch hier schon von Anfang an die Rollenverteilung klarstellen. CEO, CMO, CCO, CFO,… jedoch gerade als Neugründer sollte auch hier besser etwas tiefer gestapelt werden um nicht Erwartungen zu wecken, die im Nachhinein enttäuscht werden.

CEO

Der CEO ist in einem Unternehmen der ranghöchste Titel und er trägt die Hauptverantwortung in einem Unternehmen. Den CEO kann man am ehesten mit dem Geschäftsführer vergleichen. Er trifft die wichtigsten strategischen Entscheidungen und ist für die Steuerung des gesamten Geschäftes zuständig. In kleineren Unternehmen können die Aufgaben auch manchmal praxisnäher sein. So kann der CEO dort auch am operativen Geschäft beteiligt sein. Auch wenn der Titel ähnlich dem Geschäftsführer ist, gibt es dennoch Unterschiede. CEO gibt es im Normalfall nur Einen, jedoch kann es in einem Unternehmen mehrere Geschäftsführer geben. Aus rechtlicher Sicht, hat der CEO im deutschsprachigen Raum keine Relevanz, der Geschäftsführer schon. CEO ist zwar weltweit bekannt, hat aber in manchen Ländern eine andere Bedeutung. In einigen Sprachräumen hat der CEO nicht die alleinige Führung im Unternehmen, sondern ist hierarchisch dem CFO und dem COO gleichgestellt.

CFO

Der CFO ist der Chief Financial Officer. Er ist für die Finanzen zuständig. Im europäischen Raum hat ein CFO keine rechtliche Bedeutung. Im angelsächsischen Raum wird ein CFO hauptsächlich in einer AG eingesetzt. Daher ist auch eine rechtliche Relevanz maßgeblich. Außerdem leitet er bis zu einem gewissen Maß auch das kaufmännische operative Geschäft. Somit ist er gleichzusetzen mit dem kaufmännischen Geschäftsführer.

CMO

Der Chief Marketing Officer ist für das Marketing zuständig. Nicht nur Marketing im Sinne von Werbung und Markenkommunikation, sondern insbesondere im Bereich der Preis und Produktpolitik. Ein CMO sollte eine hohe Kommunikationsfähigkeit haben und ein Gespür für Kunden und Zielgruppen.

CTO

In Start Ups mit technologischem Hintergrund sieht man auch oft einen Chief Technology Officer. Auch hier, wie der Namen vermuten lässt, findet man die Expertise des CTOs im Bereich der Forschung und bei technischen Innovationen. Er dient auch als Schnittstelle zwischen dem Management und der technischen Abteilung.

COO

Wenn ihr für die täglichen Entscheidungen im operativen Geschäft zuständig seid, dann seid ihr im Fachbereich des Chief Operation Officers beheimatet. Der COO managt sozusagen das Tagesgeschäft und schafft langfristig Strukturen in eurem Unternehmen. Und unterschätzt gute Strukturen nicht, denn aus Erfahrung können wir bestätigen, wenn große Unternehmen wachsen, dass die Prozesse und Strukturen selten mitwachsen. Das führt oft zu Unstimmigkeiten innerhalb des Betriebes und zu unklaren Rollenverteilungen unter den verschiedenen Units und Abteilungen.

CBDO

Die Abkürzung steht für Chief Business Development Officer. Er ist für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens zuständig. Wenn neue Geschäftsfelder erschlossen werden müssen oder der internationale Markt betreten wird, ist er federführend und mitten im Prozess integriert.

CCO

Der Chief Content Officer gehört zur Marketing-Unit und ist verantwortlich für die Inhalte der Maßnahmen und Kampagnen. Auch Inhalte der Webpräsenz und PR können in seinen Tätigkeitsbereich fallen.

CHRO

Was früher der Personalchef war, ist heute der CHRO. Hier ist wahrscheinlich klar, wo sein Tätigkeitsbereich liegt.

Geschäftsführer

Er leitet das Unternehmen und trägt die ganzheitliche Verantwortung für den Erfolg am Markt. Mit einer bestimmten Gesellschaftsform ist es rechtlich unerlässlich, dass ein Geschäftsführer eingesetzt wird. Im Normalfall ist der Geschäftsführer auch der Inhaber, außer bei Aktiengesellschaften, da übernimmt der Vorstand die Geschäftsführung. Dieser Zustand grenzt den Geschäftsführer auch vom CEO und vom Inhaber ab.

Der Dschungel an Unternehmertitel wird leider nicht einfacher zu durchblicken. Jedoch sollte man sich selbst einfach fragen, wie wohl man sich mit einem bestimmten Titel fühlt. Gerade auf Portalen wie LinkedIn wird manchmal sehr hoch gepokert mit diversen Titulierungen. Generell ist der Ansatz nicht schlecht, denn gerade in der Gründungsphase ist es manchmal keine schlechte Taktik sich künstlich etwas zu vergrößern um zu zeigen, dass man die Kapazitäten hat um die Kundenerwartung zu erfüllen (natürlich nur, wenn man sie wirklich hat). Jedoch macht es sehr wenig Sinn, sich als CEO auszugebende, wenn man keine Mitarbeiter hat oder sich Founder nennen, wenn man einen Familienbetrieb seit 15 Jahren führt. Wichtig ist auch der Bezug zum jeweiligen Business. Für ein marktwirtschaftliches „trockenes Business“ ist der Begriff Geschäftsführer wahrscheinlich genauso passend, wie der Begriff Founder für ein Unternehmen, das sich mit höchst-innovativer künstlicher Intelligenz beschäftigt.

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